Urheberschutz für Programmierer

Als Programmierer möchten Sie sicherlich nicht, dass jemand unbefugt Ihre Arbeit nutzt. Die gerade wieder beginnende Diskussion um die Patentierbarkeit computerimplentierter Erfindungen bereitet Ihnen jedoch vermutlich Bauchschmerzen.

Braucht man wirklich zusätzlichen Urheberschutz?

Ihre Software ist durch das Urheberrecht geschützt und zwar kostenlos. Der Schutz beginnt automatisch mit der Schöpfung des Werkes. In der Praxis erweist es sich jedoch als schwierig, die erforderlichen Beweise zu erbringen. In der Regel stellt erst die Veröffentlichung den ersten Urhebernachweis dar, in der Zeit davor sind Sie deshalb ungeschützt. An größeren Projekten arbeitet man lange, bevor Sie veröffentlichungsreif sind, andere sollen gar nicht veröffentlicht werden. Benötigt wird also kein zusätzlicher Schutz, sondern ein Beweis, um den vorhandenen Schutz in Anspruch nehmen zu können.

Welche Risiken muss ich befürchten?

Besondere Gefahr geht von der Patentrichtlinie aus. Da ein Patentinhaber von Personen, die sein Patent nutzen, Lizenzen oder Unterlassung fordern kann, könnte Ihnen ein Verbot der Verwendung der eigenen Software ins Haus stehen. Können Sie dagegen Ihre Urheberschaft früh genug nachweisen, können Sie zumindest von Ihrem Weiterbenutzungsrecht Gebrauch machen und u.U. auch von dem Recht auf das Patent.
Problematisch sind aber auch Streitigkeiten untereinander. Wenn sich der Verdacht eines Plagiats nicht beweisen oder entkräften läßt, schwelt der Vorwurf jahrelang. Beide Seiten verlieren dadurch, auch wenn womöglich nur ein Mißverständnis zugrunde liegt.

Ein Lösungsvorschlag

Es wird ein Beweisdienst benötigt, der juristisch anerkannt den Schöpfungszeitpunkt der jeweiligen Software(teile) dokumentiert. Viele angebliche Beweise, wie Zeugenaussagen, das Einschreiben an sich selbst oder Datensicherungen, sind manipulierbar und im Ernstfall nicht beweiskräftig. Nachweise durch unabhängige Dritte kosten Geld und da die unabhängigen Dritten oft private Personen oder Firmen ohne öffentliche Authorisierung darstellen, ist auch hier die Beweiskraft fraglich.
Staatlich zum Nachweis authorisiert ist z.B. ein Notar. Durch eine notarielle Hinterlegung ist beweiskräftig, was Sie bis zu diesem Zeitpunkt niedergelegt haben. Es ist jedoch nicht einfach, einen Termin bei einem Notar für eine Hinterlegung zu bekommen und es kostet Geld. Der Aufwand ist so hoch, dass es sich nicht lohnt, jede Woche zu hinterlegen sondern man tut es meist nur bei besonders wichtigen Werken.

Regelmäßige notarielle Hinterlegungen beweisen der Wahrheit.

Wer regelmäßig, z.B. monatlich, den Stand seiner Arbeit notariell hinterlegt, kann spätere Patentanrechte und Plagiatsvorwürfe abwehren. Selbstverständlich können Programmierer zu ähnlichen Ideen kommen und ähneln sich Problemlösungen, ohne Plagiate zu sein. Wenn Sie Ihren Arbeitsprozess dokumentieren, lassen sich viele dieser angebliche Plagiatsvorfälle klären. Für die Wahrheitsfindung wird es auch eine Rolle spielen, ob es überhaupt Gelegenheit gab, die Werke des anderen zu plagiieren. Der zeitliche Nachweis wird hier eine wesentliche Rolle spielen und entweder die Unschuld klar beweisen oder aber den Plagiatsverdacht verstärken.
Auch gegen Plagiateure der eigenen Werke hat man ein kraftvolles Werkzeug zur Hand.

Wöchentliche notarielle Hinterlegungen bei Priormart

Die PriorMart AG hat ein Verfahren entwickelt, welches notarielle Hinterlegungen online ermöglicht. Als Dienstleister steht PriorMart praktisch zwischen dem Kunden und dem Notar und nimmt dem Kunden sämtliche Vorbereitungen ab. Zusätzlich erhält der Programmierer für jede hochgeladene Datei ein Schutzsiegel, welches auf der Website, in Emails oder in ausgedruckten Texten verwendet werden kann. So läßt sich der Schutz auch nach außen dezent dokumentieren. Hier erfahren Sie mehr.

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Miriam Pharo, Science-Fiction Autorin
Ich nutze PriorMart, weil ich meine Werke ins Internet stelle - in eine mehr oder weniger rechtsfreie Zone also. Mit wenigen Klicks erspare ich mir den Gang zum Notar und kann unbürokratisch und für kleines Geld meinen spannenden Geschichten einen schützenden Stempel aufdrücken! [Miriam Pharo, Science-Fiction Autorin]
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