Ideenschutz für Erfinder
Schon 1710 stritt Sir Isaac Newton
mit Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibnitz, wer die Differentialgleichung
erfunden hat
.
Bis heute, knapp 300 Jahre später, ist nicht zweifelsfrei geklärt,
wem das Recht zusteht. In seinem Buch "Eine kurze Geschichte
von fast allem" beschreibt Bill Bryson unzählige weitere
Fälle, in denen der wahre Erfinder leer ausging und andere
den Ruhm ernteten. Man kann davon ausgehen, dass diese Beispiele
nur die Spitze des Eisbersg darstellen, da in den meisten Fällen
der wahre Erfinder keine Beweise vorlegen konnte und deshalb völlig
in Vergessenheit geriet.
Plagiarismus heute
Auch heute stellt Plagiarismus ein Risiko dar. Gemeint ist nicht der globale Plagiarismus, der auch meist mit Industriespionage uä. einhergeht, sondern der Ideenklau untereinander. Hier läßt sich jedoch erstaunliches feststellen: Fragt man Erfinder nach den Plagiarismusfällen erhält man eine vielfach höhere Zahl als bei einer Befragung von Verbänden oder öffentlichen Stellen. Was heisst das?
Der gefühlte und der tatsächliche Plagiarismus
Offensichtlich werden die meisten Plagiarismusvorwürfe nie öffentlich. Und das ist gut so denn Plagiarismus ist ein Vorwurf den man entweder beweisen können oder sein lassen sollte. Der Beweis ist jedoch meistens nicht vorhanden. Wer heute, wie damals Newton, behauptet, er hätte eine Erfindung bereits vor 30 Jahren gemacht und sie seitdem in der Schublade versteckt, sollte besser schweigen. Um die Urheberschaft von unveröffentlichten Erfindungen nachzuweisen, müssen Sie besser vorbereitet sein.
Welche Beweismöglichkeiten gibt es?
Viele angebliche Beweise, wie Zeugenaussagen, das
Einschreiben an sich selbst oder Datensicherungen, sind manipulierbar
und im Ernstfall nicht beweiskräftig. Nachweise durch unabhängige
Dritte kosten Geld und da die unabhängigen Dritten oft private
Personen oder Firmen ohne öffentliche Authorisierung darstellen,
ist auch hier die Beweiskraft fraglich.
Staatlich zum Nachweis authorisiert ist z.B. ein Notar. Durch eine
notarielle Hinterlegung ist beweiskräftig, was Sie bis zu diesem
Zeitpunkt niedergelegt haben. Es ist jedoch nicht einfach, einen
Termin bei einem Notar für eine Hinterlegung zu bekommen und
es kostet Geld. Soviel Geld, dass es sich nicht lohnt, jede Woche
zu hinterlegen sondern man tut es meist nur einmal pro Werk.
Der Zeitpunkt der notariellen Hinterlegung
Typischerweise findet die Hinterlegung dann nach der Fertigstellung statt, denn warum sollten Sie eine halbfertige Erfindung hinterlegen. Tatsächlich würde Ihnen eine hinterlegte halbfertige Erfindung jedoch größeren Nutzen bringen als eine fertige. Dies liegt daran, dass auch die Veröffentlichung einen Urhebernachweis darstellt. Eine fertige Erfindung wird ohnehin meist kurz darauf veröffentlicht oder zum Patent angemeldet. Für die Phase zwischen Fertigstellung und Veröffentlichung bietet Ihnen die einmalige Hinterlegung Schutz, danach sind Sie ohnehin geschützt und davor stehen Sie nach wie vor im Regen.
Wann findet Plagiarismus statt?
Wenn jemandem vorgeworfen wird, er hätte plagiiert, betrifft dies IMMER den Zeitraum der Schaffensphase. Nur wenn Sie eine Erfindung ausarbeiten, können Sie plagiieren. Genau in dieser Zeit, der Phase vor der Fertigstellung, arbeiten Sie aber ohne Nachweise. Deshalb ist es meist unmöglich, einen Plagiarismusvorwurf aus der Welt zu räumen. Es steht Wort gegen Wort, Reputation und Rhetorik entscheiden den Ausgang solcher Dispute, kaum jedoch die Wahrheit.
Regelmäßige notarielle Hinterlegungen beweisen der Wahrheit.
Die Lösung für dieses Problem ist denkbar einfach: Wer regelmäßig, z.B. wöchentlich, den Stand seiner Arbeit notariell hinterlegt, kann im Falle eines Plagiatvorwurfs zweifelsfrei nachweisen, dass er z.B. die wesentliche Idee bereits vor der Veröffentlichung des anderen Erfinders hatte oder zumindest in einem zeitlichen Abstand, der ein Plagiat ausschließt. Selbstverständlich können auch Erfinder zu ähnlichen Ideen kommen und ähneln sich Erfindungen, ohne Plagiate zu sein. Wenn Sie Ihren Arbeitsprozess dokumentieren können, lassen sich viele dieser Vorfälle klären, ohne dass es zu nervigen und rufschädigenden Plagiatsvorwürfen kommt. Für die Wahrheitsfindung wird es auch eine Rolle spielen, ob es überhaupt Gelegenheit gab, die Werke des anderen zu plagiieren. Der zeitliche Nachweis wird hier eine wesentliche Rolle spielen und entweder die Unschuld klar beweisen oder aber den Plagiatsverdacht verstärken.
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Die PriorMart AG hat ein Verfahren entwickelt,
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steht PriorMart praktisch zwischen dem Kunden und dem Notar und
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