Ideenschutz für Architekten & Designer

Haben Sie unter Architekten schon einmal von einem Plagiarismusfall gehört, der aufgeklärt wurde? Und unter Designern? Nein? Und glauben Sie, dass liegt daran, dass kein Plagiarismus auftritt?

Warum wird so wenig Plagiarismus geahndet?

Stellen Sie sich einmal folgenden praktischen Fall vor. Sie nehmen an einer Ausschreibung der Stadt teil und reichen ihre Pläne ein. Sie gewinnen nicht, sondern ein anderer Architekt. Sein Entwurf sieht nicht genauso aus aber er enthält die besten Ideen Ihres Entwurfs. Wie, glauben Sie, geht dieser Fall weiter?

Entweder Sie geben gleich klein bei oder erst später.

Falls Sie versuchen Gerechtigkeit zu erlangen, werden Sie sich vermutlich bei der Stadt und bei der Architektenkammer beschweren. Diese nehmen Ihre Beschwerde entgegen und fordern Sie auf, Beweise vorzulegen. Sie haben aber keine Beweise. Es wäre ja möglich, dass beide unabhängig voneinander zu denselben Ergebnisse gekommen sind.
Es gibt deshalb nur einen Plagiarismusvorwurf aber keinen Fall.

Ein unberechtigter Plagiarismusvorwurf ist ebenso schädlich wie ein "echtes" Plagiat.

Wenn der andere Architekt von Ihren Vorwürfen hört, wird er seinen ganzen Einfluss geltend machen, um sich an Ihnen zu rächen. Widerlegen kann er den Vorwurf nämlich genauso wenig, wie Sie ihn beweisen können. Es steht nur Wort gegen Wort. Der Verdacht des Plagiarismus wird ihm anhaften und von seinen Feinden weitergetragen, ob er nun berechtigt ist oder nicht. Egal, wer Recht hat, beide werden durch den Vorfall Schaden nehmen. Und das, obwohl offiziell gar kein Plagiarismusfall existiert. Paradox, nicht wahr?

Warum kann man sich nicht vor Plagiarismus und den Vorwürfen schützen?

Schuld sind nicht der Staat oder Gesetze sondern es mangelt an einer praktikablen Möglichkeit, erforderliche Beweise zu erbringen. Viele angebliche Beweise, wie Zeugenaussagen, das Einschreiben an sich selbst oder Datensicherungen, sind manipulierbar und im Ernstfall nicht beweiskräftig. Nachweise durch unabhängige Dritte kosten Geld und da die unabhängigen Dritten oft private Personen oder Firmen ohne öffentliche Authorisierung darstellen, ist auch hier die Beweiskraft fraglich.
Staatlich zum Nachweis authorisiert ist z.B. ein Notar. Durch eine notarielle Hinterlegung ist beweiskräftig, was Sie bis zu diesem Zeitpunkt niedergelegt haben. Es ist jedoch nicht einfach, einen Termin bei einem Notar für eine Hinterlegung zu bekommen und es kostet Geld. Der Aufwand ist so hoch, dass es sich nicht lohnt, jede Woche zu hinterlegen sondern man tut es meist nur einmal pro Werk.

Der Zeitpunkt der notariellen Hinterlegung

Typischerweise findet die Hinterlegung dann nach der Fertigstellung statt, denn warum sollten Sie ein halbfertiges Werk hinterlegen. Tatsächlich würde Ihnen ein hinterlegtes halbfertiges Werk jedoch größeren Nutzen bringen als ein fertiges. Dies liegt daran, dass auch die Veröffentlichung einen Urhebernachweis darstellt. Ein fertiges Werk wird ohnehin meist kurz darauf veröffentlicht. Für die Phase zwischen Fertigstellung und Veröffentlichung bietet Ihnen die einmalige Hinterlegung Schutz, danach sind Sie ohnehin geschützt und davor stehen Sie nach wie vor im Regen.

Wann findet Plagiarismus statt?

Wenn jemandem vorgeworfen wird, er hätte plagiiert, betrifft dies IMMER den Zeitraum der Schaffensphase. Nur wenn Sie an einem Projekt arbeiten, können Sie plagiieren. Genau in dieser Zeit, der Phase vor der Fertigstellung, arbeiten Sie aber ohne Nachweise. Deshalb ist es meist unmöglich, einen Plagiarismusvorwurf aus der Welt zu räumen. Es steht Wort gegen Wort, Reputation und Rhetorik entscheiden den Ausgang solcher Dispute, kaum jedoch die Wahrheit.

Regelmäßige notarielle Hinterlegungen beweisen der Wahrheit.

Die Lösung für dieses Problem ist denkbar einfach: Wer regelmäßig, z.B. wöchentlich, den Stand seiner Arbeit notariell hinterlegt, kann im Falle eines Plagiatvorwurfs zweifelsfrei nachweisen, dass er z.B. die wesentliche Idee bereits vor der Veröffentlichung des anderen Architekten hatte oder zumindest in einem zeitlichen Abstand, der ein Plagiat ausschließt. Selbstverständlich können Architekten zu ähnlichen Ideen gelangen und ähneln sich Pläne, ohne Plagiate zu sein. Wenn Sie Ihren Arbeitsprozess dokumentieren können, lassen sich viele dieser Vorfälle klären, ohne dass es zu nervigen und rufschädigenden Plagiatsvorwürfen kommt. Für die Wahrheitsfindung wird es auch eine Rolle spielen, ob es überhaupt Gelegenheit gab, die Werke des anderen zu plagiieren. Der zeitliche Nachweis wird hier eine wesentliche Rolle spielen und entweder die Unschuld klar beweisen oder aber den Plagiatsverdacht verstärken.

Wöchentliche notarielle Hinterlegungen bei Priormart

Die PriorMart AG hat ein Verfahren entwickelt, welches notarielle Hinterlegungen online ermöglicht. Als Dienstleister steht PriorMart praktisch zwischen dem Kunden und dem Notar und nimmt dem Kunden sämtliche Vorbereitungen ab. Durch ein weitgehend automatisiertes Verfahren, welches zum Patent angemeldet wurde, kann PriorMart zudem erhebliche Kosteneinsparungen realisieren.

Architekten und Designer haben bei PriorMart die Möglichkeit, sehr bequem, sicher und günstig kontinuierliche Beweissicherungen durchzuführen. Hier erfahren Sie mehr.

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Regina Vincent
Ich nutze PriorMart weil meine Texte mein geistiges Eigentum sind. [Regina Vincent]
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